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 ...Wie uns aus den Überlieferungen bekannt ist, hatten im Jahr 1988 die damals 17jährigen 'Urschruwe' Markus Hartung (Met), Alexander Meisel (Mob), Dirk Fischer (Monk) und Alexander Braun (Brune) den Einfall, zur Fastnachtszeit die Menschheit mit lustigen Darbietungen zu erfreuen. Hierzu wurde die 'Skatpolka' vom unvergessenen Heinz Erhardt in Form einer Playbackshow als Bühnenstück einstudiert, und nach einer Probe bei Braun`s im Wohnzimmer bei den Fastnachts-gemütlichen vom Roten Kreuz und der Feuerwehr zum Besten gegeben. Zum Refrain 'Was wär das Leben ohne Skat....' wurden auch schon erste gardetanzartige Bewegungen ausgeführt (Arm in Arm & Beinchen hoch). Aus heutiger Sicht mag es doch den einen oder anderen Zeitgenossen erstaunen, mit was sich die Jugend damals im osthessischen Zonenrandgebiet an dunklen Winterabenden noch beschäftigte...
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 ...Besoffen vom Erfolg der Skatpolka wurde die Gruppe im nächsten Jahr auf acht Mann (was bis heute gilt) aufgestockt, und eine richtige Männertanzgarde gegründet. Damals schon in Springerstiefeln wurde auf den Marsch 'Alte Kameraden' ein Gardetanz geboten, der neue Maßstäbe in Sachen "ichmussweg" setzte. Und weil wir als Putzfrauen mit Kittelschürzen a´la Hilde Becker auftraten, uns mit Brustimplantaten von teilweise apokalyptischen Ausmaßen ausstaffiert hatten (Monk hatte z.B. zwei Feuerwehrhelme unter seiner Kittelschürze verkeilt), und uns überhaupt sooo sexy fanden, gaben wir uns den Namen 'Eichezeller Schreckschruwe'.
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 ...Wegen dem ersten Golfkrieg fiel die Foarset aus, und wir nahmen unsere erste schöpferische Pause.
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 ...Als Neandertaler in Lendenschürzen, die wir aus alten vollgefurzten Autositzfellen und milbenverseuchten Flokati-Teppichen selbstgeschneidert hatten, feierten wir auf Michael Jackson`s (huhu-au) 'Black or white' erste Erfolge auch im Fuldaer Land. Dabei trugen wir beim Einmarsch immer einen Gefangenen, der an einen Birkenstamm gefesselt war, in den Saal. Einmal fiel uns bei der Fahrt zu einem Auftritt auf, dass wir den Stamm vergessen hatten, aber Gott sei Dank hatte unser Waldarbeiter Torsten Hartung ( Haddung) sein Fichtemoped immer mit dabei...
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 ...Schon wieder eine Auszeit für uns, denn unser geltungssüchtiger Monk wurde Fastnachtsprinz von Eichenzell (heute ist er Ortsbadjak), und wir reihten uns bereitwillig in den Elferrat ein, was aber die körperlichen Schmerzen am nächsten Morgen nur vom Bewegungsapparat in den Bereich der inneren Entgiftungsorgane verlagerte...
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 ...Zu Zeiten von 'Sister Act' brachten wir als Nonnen erstmals so richtig Stimmung in die Säle, denn wir hatten mit unserem Trainer Met auf 'It`s raining man' von den 'Wheather Girls' einen besonders schnellen Tanz einstudiert.
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 ...ist das Jahr, im dem wir legendär wurden, wie die noch lebende Old-Schruwe Christoph Jestädt (Je) zu berichten weiß. Unter dem Motto 'Schreckschruwe go Amerika' wurde mit megalangen Haartollen und Schuhspitzen zum Titel 'Think' von Aretha Franklin eine erstklassige 'Leningrad Cowboys'-Parodie auf die Bühne gezaubert, die in dieser Form wohl einmalig ist. Allein der Einmarsch mit einem von Haddung und Brune aus rohen Fichtenbrettern zusammengezimmerten Sarg (natürlich unter Verwendung des Fichtemopeds) zu den Klängen der russischen Nationalhymne ist ein Höhepunkt in der Schruwe-History, und sorgte für teils hefiges Dorfgespräch, da wir hier für viele in moralische Grenzbereiche vordrangen. Auf der Bühne entstieg für gewöhnlich Haddung durch einen Schluck Jacky zum Leben erweckt hinter einem Schwall leerer Bierdosen der Holzkiste, doch als in Kerzell einmal beim Einmarsch der Sargboden abriss und Spaxschrauben den Deckel blockierten, musste der Sarg sehr zur Freude des Publikums auf der Bühne gewaltsam geöffnet werden.
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 ...Klatzköpfige Buddhas zogen unter fernöstlichen Klängen mit Räucherstäbchenqualm in die Festsäle ein, und verwandelten sich zu 'Relight my fire' in mehr oder weniger appetitliche Girlies.
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 ...Diesmal musste die englische Hymne 'God shave the Queen' herhalten, bevor wir als Schotten einmarschierten, und nach einem heftigen Dudelsackmassaker der johlenden Meute zu 'Everybody' von 'Worlds Apart' zeigten, was wirklich unter den Schottenröcken baumelt...
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 ...Zu 'Flieger, grüß mir die Sonne' trugen wir als Piloten ein Flugzeug in den Saal, und verwandelten uns zu besten Zeiten des Schlager- Revivals zu Dieter-Thomas-Kuhn`s 'Über den Wolken' in fliegende Schlagersänger. Es war zwar kein nacktes Fleisch zu sehen, aber die Begeisterung kannte trotzdem keine Grenzen, für viele das Beste der Schruwe.
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 ...Unter dem Motto 'Schruwe go Space' trugen wir als Astronauten ein blinkendes und dampfendes Ufo herein, den auf der Bühne ein siebenäugiger Alien (natürlich Haddung) entstieg. Unter unseren zu Weltraumanzügen umlackierten Skioveralls war dann zu 'I`m so excited' neben knackigen Lackhöschen wieder viel nackte Haut zu sehen, was die 'Aufregung' auf`s Publikum übertrug.
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 Nüchtern, höchstens beschwippst, ziehen wir dieses Jahr zu David Hasselhoff´s Kutlsong „Looking for Freedom“ in die Säle ein. Als Schatzjäger suchen wir nach dem verborgen Schatz des einstigen Pharaos Tut-Ench-Amun. Auf der Suche nach diesem, werden jedoch die Hüter des Schatzes, die Mumie des Pharaos sowie die Leibwache zwei Anubiskrieger, geweckt. In einem Tanzbattle auf Michael Jackson´s „Smooth Criminal“ gelingt es dem Pharao den Schatz zurück zu erobern. Auf Justin Timerlake´s „Like I love you“ schlagen sich die entmutigten Schatzjäger auf die Seite der Mumie, um gemeinsam zu demonstrieren, was in ihnen steckt, wobei besonders die seit tausenden von Jahren vergrabeneMumie und seine Anubiskrieger beweisen, dass noch Leben in ihnen steckt. Sie besinnen sich jedoch wieder auf ihre eigentliche Mission und schlagen, die lebendig gewordenen Raritäten, auf krasse Beats von „Milo“ in die Flucht. Stimmungsvoll heizen sie, nun alleine, dem Publikum auf Aretha Franklin´s „Think“ richtig ein. Mit tänzerischer Power verwandeln sich die Schatzjäger auf den Discoklassiker „Get Freaky“ umhüllt von einem weißen Gewand, in echte Ägypter. Ihrer neuen Erscheinung entsprechend, geben die verwandelten Schatzjäger nochmals richtig Gas auf „Gehn wie ein Ägypter“ von den Ärzten, um zu beweisen, dass sie sich als echte Ägypter durchaus zeigen können.
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